Geschrieben von Jonas Mercier

15.06.2018

Wir haben praktisch keine Fluktuation

Nous n’avons quasiment aucun turnover.
Loïc DIDELOT (CEO von Mixvoip)

L’opérateur de téléphonie sur internet Mixvoip fête ce vendredi ses 10 ans. La PME luxembourgeoise, qui emploie 45 personnes, a réussi à se faire une place de choix sur le marché des télécoms et s’ouvre aujourd’hui à l’international. Son fondateur revient sur les débuts de l’aventure.

Herr Loïc Didelot, pouvez-vous nous retracer les débuts de Mixvoip?

Die ursprüngliche Idee war es nicht Voice over IP anzubieten, sondern eine Online-Verkaufsplattform zu erschaffen, die sich an KMUs richtet. Sie sollte Swooke heißen. Tatsächlich war das ein bisschen wie die Initiative Letzshop.lu die dieses Jahr vom Wirtschaftsministerium ins Leben gerufen wurde.

Wir, ich und mein Geschäftspartner, wollten allerdings sehr schnell ein kleines Produkt herausbringen, das uns ein stabiles Einkommen bringen würde. Die Telefonie über das Internet wurde also letztendlich zu unserer Hauptaktivität.

Ich habe für zwei gearbeitet und zahlte mir ein halbes Gehalt.
Loïc DIDELOT (CEO de Mixvoip)

Als ich damals das Unternehmen mit Pascal Knebler gegründet habe, hatten wir ein Startkapital von 80.000 Euro. Während der ersten beiden Jahren arbeitete ich für zwei, zahlte mir aber nur ein halbes Gehalt aus. Wir haben also relativ viel Gewinn gemacht.

Zwischen 2014 und 2015 haben wir dann ein richtiges Wachstum erlebt, nachdem wir an einem Forschungsprojekt mit der Universität Luxemburg teilgenommen hatten, um eines unserer Produkte zu entwickeln. Wir hatten Zugang zu Subventionen, durch die wir Verkaufspersonal einstellen konnten.

Sie fingen an, den Giganten der Telekommunikation auf ihrem Markt Konkurrenz zu machen. Das ist gewagt für ein KMU...

Der Telekommunikationsmarkt ist riesig, da jedes Unternehmen ein potenzieller Kunde ist. Wir befinden uns gerade in einer Zeit, in der sich das klassische Telefonnetz nach und nach immer mehr Richtung Internet verlagert. Seit 2015 und bis 2025 muss jeder auf IP-Technologie umsteigen.

Die Unternehmen werden investieren müssen, um ihre aktuelle Infrastruktur zu ändern und sie werden deshalb versuchen, die ganzen verschiedenen Anbieter auf dem Markt zu vergleichen. Mixvoip hat sich von Anfang an auf ein öffentliches B2B konzentriert. Jedes Unternehmen hat andere Bedürfnisse. In Massenmarketing zu investieren, wie es im privaten Markt mit identischen Lösungen für alle gemacht wird, ist für uns nicht nötig.

Zu Beginn haben und die großen Akteure der Telekommunikation einfach ignoriert.
Loïc DIDELOT (CEO de Mixvoip)

Zu Beginn hatten wir nur die kleineren KMUs im Blick und die großen Akteure in der Telekommunikation ignorierten uns einfach. Das war unsere Chance.

Die meisten unserer Mitarbeiter haben ihre berufliche Karriere bei uns gestartet. Sie hätten bei unseren Konkurrenten nicht einmal ein Vorstellungsgespräch bekommen. Wir haben sie intern ausgebildet und ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben.

Dazu kommt, dass wir praktisch keine Fluktuation haben. Heute sind wir einer der Hauptakteure auf dem Telekommunikationsmarkt. Wir haben 1.700 Kunden und wir bekommen durchschnittlicht zwei neue pro Tag.

Zu Beginn des Jahres haben Sie zwei Büros eröffnet, das eine in Belgien und das andere in Deutschland. Warum haben Sie sich dafür entschieden, sich auf den ausländischen Markt zu stürzen?

Die Ambition, sich auch im Ausland zu entwickeln, existiert seit Anfang an, denn das Internet kennt keine Grenzen. Als wir 2016 nach Steinsel zogen, fanden wir einen neuen Aktionär, der eine halbe Million Euro investierte. Dadurch konnten wir das Risiko eingehen und uns auf den belgischen und deutschen Markt stürzen.

Tatsächlich ist das Risiko gar nicht so groß, wenn erst einmal das Kapital da ist, da man höchstens etwas Geld verlieren kann. Haben wir die richtige Wahl getroffen? Hätten wir uns doch lieber weiterhin auf den lokalen Markt konzentrieren sollen? Die Zukunft wird es uns beantworten. Auf jeden Fall haben wir bereits Kunden. Wir sind noch nicht profitabel, aber wir wachsen. Wir dachten, wir würden in Belgien schneller vorankommen, aber im Moment erleben wir in Deutschland das größte Wachstum.